18.März Tag der politischen Gefangenen!

Revolutionärer Kampf kann nicht kriminalisiert werden!

Der 18. März ist der Jahrestag der Pariser Kommune, der erste proletarische Versuch einer sozialistischen Umwälzung, die Umwälzung der Produktionsverhältnisse. Die Pariser Kommune wurde während des Deutsch-Französischen Krieges  mit kollektiver Arbeit aufgebaut, Vertrieb mit revolutionärem Kampf  die konservative Zentralregierung aus der Hauptstadt Frankreichs und errichtete mit rätedemokratischen und sozialistischem Vorbild die Grundlage für sozialistische Kämpfe in den kommenden Jahren.

Die Pariser Kommune regierte vom 18.März bis zum 28. Mai 1871, als die Regierungstruppen die Macht über Paris wieder übernahmen. Die Reaktionäre übten nach ihrem Sieg an den beteiligten Revolutionären  blutige Rache. Mehr als 20.000 Revolutionäre wurden getötet und mehr als 40.000 zu meist lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
So wurde der 18. März von der Internationalen Roten Hilfe 1923 zum Tag der politischen Gefangenen ausgerufen, als Erinnerung an die Kommune, als Geschichte des Aufbruchs, aber auch als Erinnerung an die Repressionen.

Der 18. März als Tag der politischen Gefangenen ist ein Teil der Geschichte des Kampfes für eine befreite und klassenlose Gesellschaft. Dieser Kampf hält bis heute an. Immer noch kämpfen wir für eine Welt ohne Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung. Denn die kapitalistischen Verhältnisse produzieren Armut, Krieg, Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung – und das am laufenden Band. Die Methoden haben sich verändert, die Herrschenden haben sich geändert und doch ist die Systematik die selbe geblieben: Die Ausbeutung des Großteils der Bevölkerung, die den Reichtum einer Minderheit produzieren. Wer sich gegen dieses System der organisierten Unterdrückung und Ausbeutung auflehnt und für eine gerechte, solidarische Gesellschaft kämpft, bekommt früher oder später die Repression des Staates zu spüren.
Mit der Verfolgungsjagd auf Revolutionäre und revolutionären Organisationen versucht der Staat wie  bei den TKP-ML Prozessen in München, die Rondenbarg Prozesse in Hamburg, das Verbotsverfahren vom roten Aufbau Hamburg und etlichen Hausdurchsuchungen in Stuttgart, Leipzig und NRW die gesamte rote antifaschistische Strukturen in Deutschland einzuschüchtern.
Seit dem G20 Gipfel in Hamburg werden in Deutschland linke Strukturen, Projekte, Vereine oder Revolutionäre mit den § 129,129a 129 b kriminalisiert, während Nazis versuchen den Bundestag zu stürmen und Menschen aufgrund ihrer Herkunft ermorden. Dabei werden sie von staatlichen Institutionen unterstützt und gedeckt.
Mit Hilfe der sog. Antiterrorparagraphen wie die §§129 werden unter anderem auch kurdische Strukturen bzw. der kurdische Befreiungskampf verfolgt und vor Gericht gestellt.
Wir erleben momentan alle die Pandemiezeit und sehen, dass das ausbeuterische System selbst während dieser Epoche ohne Vernunft agiert. Die Handlungen der Wirtschaft und des Staates macht die Gesundheit zur Ware und stellt die Profite der Konzerne vor die Gesundheit der Menschen und belangt sich stattdessen mit antifaschistsichen Strukturen  während hunderte Menschen sich mit dem Virus in Fabriken infizieren, während auf uns eine Wirtschaftskrise zurast und Menschen hoffnungslos in die Zukunft blicken. Der Staat instrumentalisiert die Zustände, um uns mit totalitären Maßnahmen und Repressuinen abzuschrecken und den ungehorsamen Protest einzudämmen.
Die Repressionswelle gegen den revolutionären Kampf deuten auf die Angstzustände der herrschenden Klasse, die Angst vor der Wut der Massen die ausgebeutet werden. Denn die Herrschenden nutzen die derzeitige Pandemie und  das kapitalistische System, um ihre Macht zu erweitern und diese zu verankern. Die herrschende Klasse hat sich mit ihrem politischem und wirtschaftlichem Handeln in der Gesellschaft selbst entlarvt und möchte mit solchen totalitären Maßnahmen   die Massen von ihren ausbeuterischen Handlungen ablenken und generieren die revolutionären Strukturen und Revolutionäre  zur Zielscheibe in der Gesellschaft.

Der organisierte Widerstand, der antifaschistische Kampf ist in solchen Zeiten wichtiger denn je. Wie die Geschichte uns belehrt, haben wir eine Welt zu gewinnen. Eine Welt ohne Ausbeutung, Repressionen und Faschismus. Deshalb müssen wir den antikapitalistischen und antifaschistischen Widerstand auf die Straßen tragen und Widerstand leisten. Wir dürfen uns nicht länger in unseren eigenen linken Grabenkämpfen verlieren, uns nicht länger gegenseitig die Solidarität verweigern, sondern müssen endlich aus unserer Misere ausbrechen, zusammen stehen und unsere Wut auf die Straßen tragen.

Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Der revolutionäre Kampf kann nicht kriminalisiert werden!
Antifaschistischen Widerstand stärken!

Socialist Youth Movement